Культура

Завод «Красное Сормово» можно посетить в режиме онлайн

03 . 06 . 2020

Нижегородский туристско-информационный центр презентовал седьмой выпуск в рамках проекта #ОткройНижний. На этот раз видеоролик посвящен ремонтно-механическому участку, расположенному на территории завода «Красное Сормово». 

В новом выпуске зрители узнают, какие функции в разное время выполнял ремонтно-механический цех и как он связан с Максимом Горьким.  

«„Красное Сормово” — не просто одно из ведущих судостроительных предприятий России со 170-летней историей. Наш завод представляет собой поистине культурную и историческую ценность, — рассказывает заместитель генерального директора по развитию ПАО «Завод «Красное Сормово» Алексей Булавин. — Здесь были созданы первые паровые машины в России, вагоны и паровозы, построен первый отечественный танк, суда на подводных крыльях и многое другое. В СССР завод стал промышленным гигантом, и сейчас это гордость нашей страны. Тысячи гостей и жителей Нижнего Новгорода проявляют интерес к заводу, посещая наш музей. Отрадно, что благодаря современным информационным технологиям у нас есть возможность открывать свои двери в онлайн-пространстве и делиться со всеми желающими своей историей и культурным наследием». 

Онлайн-экскурсии по необычным достопримечательностям региона, которые сложно или практически невозможно посетить, публикуют еженедельно на YouTube-канале Visit Nizhny, а также в его социальных сетях (Instagram, Facebook, ВКонтакте).

Отметим, проект виртуальных путешествий «#ОткройНижний» стартовал 21 апреля. Первая онлайн-экскурсия была посвящена пакгаузам на Стрелке — наследию Всероссийских промышленно-художественных выставок 1882 и 1896 годов в Москве и Нижнем Новгороде, вторая экскурсия — стадиону «Нижний Новгород», третья — чайной «Столбы», четвертая — Нижегородскому острогу, пятая — палатам Пушникова, а шестая — Ромодановскому вокзалу. Шесть выпусков проекта набрали более 180 000 просмотров. 

Auf die 1870-er Jahre ist der Eisenbahnaufschwung in Russland gefallen. Man brauchte dringend Schienen, Schwellen, Ausrüstung. Besonders viele Wagen und Dampflokomotiven wurden benötigt.

Durch Einkäufe im Ausland konnte das Problem nicht gelöst werden, russische Unternehmen waren bereit, Staatsaufträge auszuführen. Einen Auftrag hat auch der Betrieb “Krasnoje Sormowo” bekommen.

So haben die Angestellten von Sormowo angefangen, Eisenbahnwagen herzustellen. Was haben sie nicht alles gebaut: Einfrierwagen, Personenwagen, Löschwagen, Kesselwagen und sogar Doppelstockwagen. Selbst heute sind das exotische Erzeugnisse. Damals, vor über 100 Jahren, wurde der erste Doppelstockwagen hergestellt.

1891 hat der Bau des Großen Sibirischen Wegs – der Transsibirischen Eisenbahn – begonnen, die Moskau, Ostsibirien und Fernost verbunden hat. Ihre Streckenlänge beträgt 9000 Kilometer. Selbstverständlich waren für den Betrieb so einer langen Eisenbahn Wagen und Dampflokomotiven notwendig.

1895 hat die Leitung des Betriebs “Krasnoje Sormowo” eine Genehmigung zum Bau von Dampflokomotiven erhalten. Drei Jahre später wurde eine Montagehalle für Dampflokomotiven gebaut und in demselben Jahr wurde hier die erste Dampflokomotive von “Krasnoje Sormowo” zusammengebaut. Da steht sie so schön! Auch heute dient sie ihrem Betrieb.

Die Montagehalle wurde im sogenannten “Ziegelstil” errichtet: Die Gebäude wurden ohne Außenputz aus Gehren- und Fassadenziegel gebaut – das war schlicht, schön und hauptsächlich preiswert. Der Ziegelstil hat sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestaltet und wurde zum Symbol praktischer Bestrebungen jener Zeit. Besonders weit verbreitet war er in der Industriearchitektur. Die Montagehalle für Dampflokomotiven ist ein typisches Beispiel für diese architektonische Lösung.

Vor dem Produktionsbeginn wurden in der Montagehalle 67 Werkbänke installiert. Allerdings gibt es hier heute modernere Ausrüstung. Außer genieteten Metallkonstruktionen gibt es hier aber noch ein wesentliches Erinnerungsstück aus jener Zeit – dieser alte Kran aus dem Jahr 1898. Natürlich wird er heutzutage nicht mehr benutzt, abgebaut wird er aber auch nicht, denn er erinnert uns an unser historisches Erbe dieser Montagehalle.

Die Montagehalle erzählt übrigens noch eine interessante Geschichte. Ab 1900 bis 1902 arbeitete hier Schlosser Pjotr Salomow, Mitglied des Ausschusses der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands in Nischni Nowgorod. Anfang des 20. Jahrhunderts fand in Sormowo eine politische Maidemonstration mit antimonarchistischen Parolen statt. Pjotr Salomow marschierte an der Tete der Demonstration mit der roten Fahne mit der Aufschrift “Nieder mit der Selbstherrschaft!” in der Hand. Eben diese Ereignisse wurden dem bekannten Roman “Die Mutter” von Maxim Gorki zugrunde gelegt und Pjotr Salomow wurde zum Urbild des berühmten Protagonisten des Werks – Pawel Wlasow. Bekanntlich wurde der Roman viermal verfilmt und der Komponist Tichon Chrennikow hat die gleichnamige Oper komponiert. Im Jahr 2019, zum 170-Jahrestag des Betriebs “Krasnoje Sormowo”, wurden hier Arien von Hauptfiguren der Oper in der Aufführung der Opernsänger vom Puschkin-Opern- und Ballett-Theater in Nischni Nowgorod gesungen.

Kommen wir zur betrieblichen Bestimmung der Montagehalle zurück. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs musste der Betrieb “Krasnoje Sormowo” laut Beschluss des Staatskomittees Nr. 1 vom 1. Juli 1941 die Fertigung von Panzern T-34 beginnen. Die Fließmontage der Kampffahrzeuge wurde in der Montagehalle für Dampflokomotiven eingerichtet. Schon nach dreieinhalb Monaten wurden die ersten Panzerstaffeln aus Sormowo nach Moskau entsendet. Im August 1942 waren in Stalingrad heftige Kämpfe im Gange. Der Fertigungsplan des Stalingrader Traktorenwerks wurde von “Krasnoje Sormowo” übernommen, von dem monatlich 50 T-34 über den Plan hinaus erzeugt wurden. Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg vom Betrieb “Krasnoje Sormowo” über 13.000 Panzer hergestellt (ungefähr so viel wurde in vier Kriegsjahren in ganz Deutschland gebaut). Die Sormowo-Panzer haben sich bei der Befreiung von Moskau und anderer europäischen Städte, in der Schlacht von Stalingrad, Schlacht bei Kursk und Schlacht um Berlin hervorgetan. Duzende T-34 sind heute Denkmäler für Arbeits- und Waffentaten unseres Volks. Eines von ihnen befindet sich an der Nordpforte des Betriebs “Krasnoje Sormowo” neben einem anderen Kampffahrzeug – dem ersten russischen Panzer “Kämpfer für die Freiheit Genosse Lenin”, der übrigens auch in Sormowo hergestellt wurde.

Nach dem Krieg und bis 1951 wurden hier wieder Dampflokomotiven hergestellt. Insgesamt wurden in 40 Jahren 3815 Dampflokomotiven verschiedener Modelle und Bestimmungen erzeugt.

Heutzutage befindet sich in diesem Gebäude das Reparaturmaschinenwerk, das seinen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Betriebs “Krasnoje Sormowo” weiter leistet.

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